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Fortbildung und Teamtag

Die folgenden Angebote richten sich an MitarbeiterInnen und Teams, die in sozialpädagogischen, sozialtherapeutischen, beratenden, schulischen oder künstlerischen Berufsfeldern mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Inhalt

Die Angebote eröffnen einen neuen Erfahrungsraum und ermöglichen eine andere Sichtweise auf das Malen, auf die Bilder und den Umgang damit. Es geht dabei um eine prozeßorientierte und weniger produktorientierte Herangehensweise.

Im folgenden Text möchte ich diesen Ansatz ein wenig erläutern.
Ich beziehe mich dabei eng auf das Buch von Arno Stern: "Das Malspiel und die natürliche Spur - Malort, Malspiel und die Formulation" (Drachen Verlag, ISBN 3-927369-14-4) und zitiere daraus.

Wenn Kinder malen ...

Ich möchte zunächst ein paar Sätze voranstellen, die ich so oder ähnlich im Malraum gehört habe. Sie spiegeln einfach eine gängige Auffassung von dem Umgang mit Bildern, die Kinder malen bzw. gemalt haben wider:

Zeig doch mal, was du Schönes gemalt hast.

Was soll das denn sein?

Was wird das denn?

Das kannst du aber besser!

Da fehlen dem Menschen doch noch die Hände. Mal die mal dran.

Ein Hase ist doch nicht lila. Du weißt doch wie ein Hase aussieht!

Schwarz ist keine schöne Farbe. Nimm doch noch gelb oder rosa.

Du hast ja das ganze Blatt nur grün angemalt.
Mal doch noch was dazu.

Spontan geäußerte und gut gemeinte Fragen oder Anregungen.

Dazu Arno Stern:
"Für den Erwachsenen muss etwas dargestellt sein. Das Nur - Entstehen, Nur - Geschehen ist ihm unüblich."
"Leider wird immer wieder und überall dem Kind beigebracht, die Spur (auf dem Blatt) müsse etwas Erkennbares darstellen, etwas, das von anderen erkannt oder anerkannt wird."

Kinder fangen dann oft an für die Erwachsenen Erklärungen zu (er-) finden.

Die Bilder der Kinder sind keine Kunstwerke.
Es gibt keine Kinderkunst.
Kinder malen aus einem ureigenen, natürlichen Bedürfnis heraus, aus einer Lust heraus.

Dazu Arno Stern:
"Die Lust zu malen ruht in jedem Menschen."
"Das Bedürfnis und die Fähigkeit sind in jedem Menschen angelegt."

Mir ist es wichtig den Gedanken in die Richtung von "Nicht-Kunst" zu lenken.
Denn dann kommt es auf das Geschehen, das Tun, das Malen an und nicht so sehr auf das, was daraus entsteht. Dann löst man sich auch von Gedanken an "schön", an "gelungen", an "besser". Dann muss das Gemalte auch keine Botschaft mehr enthalten, die aufgenommen oder entziffert, begutachtet oder beurteilt werden kann.

"Wenn die Lust zur Äußerung nicht zu Werken führt ..."

Ein Kunstwerk richtet sich an einen Empfänger, Betrachter.
Wenn die Spur auf dem Blatt der Kommunikation dient, ist sie ein Kunstwerk.

Das, was jedoch im Malraum passiert, ist frei von der Verpflichtung für einen möglichen Betrachter oder Empfänger gemalt oder verständlich gemacht zu werden.

Arno Stern spricht von Malspiel. Die Kinder geben sich ihrer Spiellust und ihrer Spielfähigkeit beim Malen hin. Kindern ist das Spiel geläufig. Darüber drücken sie sich aus.
Da tauchen sie ab. Tun so als ob. Bilden die Wirklichkeit nach. Probieren Neues aus. Erschaffen ihre eigene Welt. Verarbeiten Erlebtes und Gesehenes. Erfinden und fantasieren.

"Viele Leute stört es, wenn Kinder immer wieder das Gleiche wiederholen, wenn sie keine Abwechslung in ihre Bilder bringen."
"Das Wiederholen festigt (aber) gewissermaßen die Gebilde (Formen, Figuren, Muster), gibt ihnen eine beständige Existenz in der Welt des Kindes."

Auch das findet im Malraum statt: Wiederholungen.
Immer wieder wird die gleiche Farbe verwendet bis es genug ist. Man malt sich satt, am Grün, am Gold, am Schwarz ...
Immer wieder werden die gleichen Motive, Formen und Figuren gemalt bis ein Kind damit fertig ist. Dann kann das Nächste oder etwas Neues kommen. Das braucht so seine Zeit.

"Man stelle sich vor, wie beglückend das (Mal-) Spiel für das Kind ist. Es ist auf keinen Rat, auf keine Begutachtung angewiesen, fühlt sich wie ein unermüdlicher Schöpfer."

Fortbildung

Die Fortbildung besteht aus 3 Fortbildungseinheiten á 3 Zeitstunden, die aufeinander aufbauen.
Es können 3 Vormittage oder 3 Nachmittage sein.

Folgende Themen werden erarbeitet:
Der Malraum
Die Materialien
Die Begleitung
Die Regeln

Es gibt viel Zeit zum Malen, um auch darüber den Ansatz kennenzulernen und zu erfahren.

TeilnehmerInnenzahl
max. 10 TeilnehmerInnen

Kosten
1560,- Euro (Gesamtkosten für 3 Fortbildungseinheiten mit max. 10 TeilnehmerInnen, inkl. Material und Getränke)

Teamtag

Der Teamtag umfasst 6 Zeitstunden, z.B. von 10 - 16 Uhr.
Er gliedert sich in 2 Maleinheiten, die durch eine Pause getrennt sind.
Zunächst hat jede(r) Zeit eigene Bilder zu malen und den Malraum mit seinen Möglichkeiten zu entdecken und zu erleben.
Nach der Pause entsteht ein gemeinsames Bild im Team.
Dazu biete ich Impulse und Anregungen an und begleite den Entstehungsprozeß.

TeilnehmerInnenzahl
max. 10 TeilnehmerInnen

Kosten
480,- Euro (Gesamtkosten Teamtag mit max. 10 TeilnehmerInnen, inkl. Material und Getränke)

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